
Nachdem unsere Safari im vorigen Jahr aus den
verschiedensten Gründen zwar keine Pleite war, aber auch nicht als voller Erfolg
bezeichnet werden kann, wollen wir in diesem Jahr alles richtig machen und
entschieden uns für eine Viertagesafari in die Masai Mara, wo die Garantie für spektakuläre Begegnungen
mit Löwenrudeln und riesigen Gnu und Zebraherden quasi mit dem Flugschein
erworben wird. Um auch unterkunftsmäßig alle denkbaren Enttäuschungen zu
vermeiden wählten wir nach dem Motto „man gönnt sich ja sonst nichts“ das Explorer, ein kleines Camp mit 10 Zelten
am Talek River mitten im Herzen des Schutzgebiets aus. Weiterhin planen wir noch eine Roadsafari in
den Tsavo Ost, den wir bisher noch nie besucht hatten.
Die Flugsafari begann wie üblich auf dem Airstrip von
Ukunda und nach einem Flug von knapp zwei Stunden setzte unser Flieger zur
Landung an. Schon beim Landeanflug fiel
uns auf, dass weit und breit keine
nennenswerten Ansammlungen Von Gnus oder
Zebras zu sehen waren.
Bei unserer ersten Ausfahrt bestätigten sich unsere
Befürchtungen. Die Savanne war wie leergefegt und außer einigen Antilopen und
Gazellen war nichts zu sehen. Unser Guide Dennis berichtete, dass es vor
einigen Tagen größere Regenfälle in der Serengeti gegeben hätte worauf
die großen Herden alle nach Süden abgewandert seien. Entsprechend groß war auch
unsere Enttäuschung, die aber schon am Nachmittag deutlich gemildert wurde, als
wir eines der beiden größeren Löwenrudel
dieser Gegend zu sehen bekamen.
Am Abend des ersten Tages begann es dann noch zu allem
Überfluss stundenlang wie aus Eimern zu gießen. Wir ahnten an diesem Abend
natürlich nicht, dass der Regen unsere Rettung und der Grund dafür war, dass
unsere Safari doch noch zu einem vollen Erfolg wurde, denn der Regen hatte die
Herden veranlasst wieder umzukehren und schon am nächsten Tag ergoss sich ein
riesiger Strom von Gnus und Zebras in die südliche Masai Mara und einen Tag
später überquerten sie den Mara River.
Wir hatten Begegnungen mit Elefanten, Löwen, Geparden und
gar einem Leoparden. Wir erlebten spannungsvolle Nächte mit Hippos, von denen ich bis dahin nicht gewusst hatte,
zu welch merkwürdigen Lautäußerungen sie in der Lage sind. Der Höhepunkt war dann ein Crossing von
mehreren tausend Gnus und Zebras, das zu unserer Freude ohne Verletzungen oder
gar Opfer (bis auf ein Gnu, das von einem Krokodil getötet wurde) vonstatten
ging.
Unsere Roadsafari in den Tsavo verlief
erwartungsgemäß weniger spektakulär. Jedoch kamen wir auch hier voll auf unsere
Kosten. Wir konnten mehrfach die
berühmt-berüchtigten Tsavolöwen sehen, Elefanten über Elefanten und viele Arten
von Gazellen und Antilopen von Dik Diks bis zu Kudus, von denen wir wegen ihrer
Schönheit hell begeistert waren. Ein
Erlebnis besonderer Art hatten wir an unserem zweiten Tag, als wir uns ziemlich
verspätet hatten und uns bei völliger Dunkelheit mitten durch eine große Herde
von Büffeln, die die Piste blockierten, hindurch mogeln mussten.
|
|
||||
|
|
Masai Mara Anreise und 1. Tag |
Masai Mara 2. Tag |
Masai Mara 3. Tag |
Masai Mara 4. Tag |
|
|
||||
|
|
Masai Mara Special: Das Crossing |
Tsavo Ost 1. Tag |
Tsavo Ost 2. Tag |
Tsavo Ost 3. Tag |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|