Unsere Reise beginnt wieder wie üblich Freitag Nacht um 23,30 Uhr in Frankfurt und dauert etwa 9 Stunden
bis Mombasa, wo wir etwa um 9 Uhr Kenianischer Zeit ankommen werden. Da wird’s
dann auch gleich richtig spannend, weil wir dann unsere Reisegenossen treffen,
die einen entscheidenden Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg unserer Safari
haben werden.
Wie wir nach Frankfurt kommen, ist inzwischen auch
geklärt. Wir nehmen den Flieger, da wir diesmal nicht einen Tag vorher anreisen
werden um bei unseren Verwandten Station zu machen. Sehr schade eigentlich, denn
die Bahnfahrt einen Tag vorher war immer so schön entspannend und hat uns in die richtige Urlaubsstimmung versetzt.
Aber leider lässt es sich diesmal nicht einrichten.
Vom Flughafen Mombasa aus starten wir mit einem
Allrader von Pollman in Richtung Tsavo West. Da sich der Flughafen am
nordwestlichen Rand Mombasas befindet,
ist es bis zur „Autobahn“ nach Nairobi ein Katzensprung. Diese Straße hat den
traurigen Ruhm als eine der gefährlichsten Straßen der Welt zu gelten, tagsüber
wegen ihres streckenweise katastrophalen Zustands und der nicht nur damit
verbundenen Unfallgefahr und nachts wegen der extremen Gewaltbereitschaft der
vielen Wegelagerer und Räuberbanden.
Apropos Fernstrasse nach Nairobi: Da fällt mir noch
eine Anekdote mit unserem Münchner Reiseteilnehmer auf unserer ersten Safari
ein: Da die Strecke bis kurz vor Voi extrem eintönig und langweilig ist,
vertrieben der junge Mann aus Dietz und ich uns die Zeit mit Blödeleien auf
nicht ganz so hohem Niveau wie ich zugeben muss. Schon seit einiger Zeit waren
uns die ungewöhnlich vielen Reifenteile und abgelösten Karkassen aufgefallen,
die überall am Straßenrand herumlagen und ein beredtes Zeugnis von der Qualität
der Straße ablegten. Da wir bisher außer einigen mageren Ziegen und Rindern
weiter keine Tiere gesehen hatten, mussten eben die Reifenteile herhalten. „Ach
schau doch, schon wieder ein Karkassentier!“ Oder „Oh guck mal, das ist aber
ein kapitaler Karkassenbock!“ Als dann
mal zwei Reifenfetzen nebeneinander da lagen, rief der Dietzer: „Wie süß, eine
Karkassentiermama mit Baby!“ Da wurde unser Münchner, der bis dahin immer mit
seiner Liebsten, einer etwas blutarm wirkenden Schwedin getuschelt oder den
Fahrer mit pseudointelligenten Fragen genervt hatte, hellhörig und wollte
unbedingt auch das Karkassentier sehen, weil er ein solches noch nie Gesicht
bekommen hätte. Da hatten wir schon die erste Ahnung, was uns da für ein Vögelein ins Netz geflattert war.
Im Tsavo West werden wir in der Kilaguni Lodge
übernachten und fahren am nächsten Tag weiter nach Amboseli. Vermutlich werden
wir im Tsavo wieder Mzima Springs besuchen und sehen dort vielleicht diesmal
einige Krokos. Die Kilaguni Lodge liegt an einem ’waterhole’ (wer auf Safari zu
einem Teich „Teich“ und nicht
„Wasserloch“, und das am besten noch auf englisch, sagt, outet sich als
Greenhorn), das nachts von vielen Tieren zum Trinken aufgesucht wird. Auch um
die Lodge herum wimmelt es von Tieren wie kleinen und größeren Echsen,
Klippschliefern, Meerkatzen und Pavianen, die auf den Wegen zu den Cottages
sitzen und die vorbeikommenden Gäste gleichgültig mit dem abschätzigen Blick
eines italienischen Eisdielenkellners beäugen.
Um abends die Millionen fliegender Insekten aus den
Gasträumen fernzuhalten, gibt es kein elektrisches, sondern nur sparsames
Kerzenlicht und draußen ziehen große Scheinwerfer die Insekten in dichten
Wolken an. Die zwei riesigen schwarzen Skorpione, die da bei unserem ersten
Aufenthalt zur Dinnerzeit durch den Speisesaal marschiert sind, haben sich von
den Strahlern allerdings nicht ablenken lassen (das war dann auch der
Zeitpunkt, an dem ich meine Sandalen zugunsten eines Paars festerer und
geschlossener Schuhe weggepackt habe).
Nachts poltern Paviane über die Dächer der Cottages
und im Morgengrauen ist überall in und um die Anlage herum ein einziges Weben
und Leben. Da huschen Eidechsen und Klippschliefer (und andere Tierchen, die
ich Petra gegenüber nicht unbedingt erwähnen möchte) über die Veranden. Hinter
den Cottages steigen Marabus gravitätisch durchs Gras und Trupps von Pavianen
gehen gemächlich auf Frühstücksuche. Weiter draußen ziehen einige Zebras und
Impalas durch den Morgendunst.
Von Tsavo aus geht es in den Amboseli mit zwei
Übernachtungen in der ebenfalls an einer Wasserstelle gelegenen und von dichter
Vegetation umgebenen Amboseli Serena Lodge. Im Gegensatz zur Gegend um die
Lodge herum zeigt sich die Landschaft des Amboseli als das, was er in seinem
nördlichen und westlichen Bereich ist: Eine flache, karge Halbwüste mit wenig
Busch- und Baumbestand, wobei die wenigen Bauminseln durchweg einen
angegriffenen Eindruck machen.
Teile der flachen Ebene haben jetzt, kurz vor der
Regenzeit, so gut wie keinen Bewuchs mehr und die darüber hinwegziehenden
Elefanten wirbeln mit jedem Schritt kleine Staubwolken auf. Der über der Ebene
thronende Kilimanjaro jedoch, rettet den Gesamteindruck, und in der Tat dürfte
dieses Szenario eines der am meisten fotografierten und bekanntesten Motive
Ostafrikas, ja das Sinnbild Afrikas schlechthin sein.
Nicht zuletzt wegen des erfreulichen Mangels an
fliegenden, krabbelnden und stechenden Insekten sind die Abende auf der zum
Teich (waterhole!) hin gelegenen Hotelterrasse, von wo aus man in bequemen
Sesseln sitzend, mit einem kühlen Drink vor sich, im linden Abendlüftchen
häufig größere Tiere wie Elefanten, Hippos oder gar Löwen beobachten kann. sehr
stimmungsvoll. Der einzige ernsthafte Störfaktor ist der zur Unterhaltung der
Gäste angestellte und eher minder talentierte Gitarrenspieler.
Außer den Beobachtungsfahrten (ich vermeide
peinlich, das Wort „Pirschfahrt“ zu benutzen, weil das nach meinen Empfinden
eher zur Lüneburger Heide und Hermann Löns passt) wo zumeist die vielen großen
und sehr friedlichen Elefanten des Amboseli zu sehen sind, wird es wieder die
üblichen Tui-Sonderprogrammpunkte wie das Pflanzen einer Schirmakazie pro Gast
mit Diplom in der Nähe der Lodge sowie ein abendliches Buschbarbecue mit
Massaitanz geben.
Das Angebot, die in der Nähe gelegene Massaisiedlung
aufzusuchen, werden wir uns diesmal versagen. Ich bin immer noch sauer auf die
Lümmels, weil sie mir vor zwei Jahren einen Perlengürtel für 20 Dollar
angedreht haben, der in der Boutique der Lodge weniger als die Hälfte gekostet
hätte und dazu noch richtig hässlich war. Das Dollste aber war ja noch, dass so
eine Stunde nach unserem Deal drei ziemlich finster blickende Massai auf dem
Hotelparkplatz erschienen und von mir einen anderen Zwanzigdollarschein haben
wollten, weil sie die neu herausgegebenen Zwanziger nicht kannten und deswegen
glaubten, ich hätte ihnen Falschgeld angedreht.
Übrigens muss der Chef dieses Dorfs in seiner Jugend
ein wahres Sexmonster gewesen sein, denn jeder männliche Einwohner, mit dem man
ein paar Worte wechselt, behauptet, der Sohn des Dorfchefs zu sein. Ich habe
bei zwei Besuchen inzwischen schon etwa 20 Söhne zwischen sechzehn und vierzig
kennen gelernt. Hut ab, kann ich da nur sagen.
Mit einem Kleinflieger verlassen wir dann den
Amboseli in Richtung Nairobi, von wo es nach einem Lunch mit dem Auto weiter
zum Mount Kenia geht. Die Fahrt zu der am Südhang des Berges gelegenen Lodge
ist sehr kurzweilig und führt durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft
mit Kaffee-, Tee- und Bananenplantagen und weiter oben durch europäisch
anmutende Wälder in denen hie und da sogar Nadelbäume zu sehen sind, die von
den Engländern mit allerdings geringem Erfolg in dieser Gegend heimisch gemacht
werden sollten.
Das Klima hier oben ist kühl und feucht wie man es
von unseren deutschen Mittelgebirgen kennt. An der Rückseite der Lodge befindet
sich ein künstlich angelegter Teich, der abends von vielen Tieren zum Trinken
aufgesucht wird, die man bequem vom Balkon seines Zimmers aus beobachten kann.
Es gibt auch einen Weckservice für den man sich mit Zimmernummer in eine Liste
einträgt und die Tierart ankreuzt, bei deren Erscheinen man geweckt werden
möchte.
Von da aus fahren wir weiter zur Samburu National
Reserve, wo wir zwei Nächte in der wunderschönen, am schnellfließenden Ewaso Ngiro
Fluss gelegenen Serena Lodge bleiben. Hier, in den Galeriewäldern hatten wir
vor zwei Jahren das beeindruckendste Erlebnis der gesamten Reise, als wir
unseren ersten und einzigen Leoparden zu Gesicht bekamen. Wir hoffen natürlich,
dass wir auch diesmal wieder Glück haben werden.
Hier gibt es auch einen Extraprogrammpunkte für
Tui-Reisende und zwar wie im Amboseli ein als romantisch angepriesenes
Buschbarbecue mit Tanzvorführung der Samburu, die zur Vervollständigung ihrer
Tracht bunte Plastikblumen verwenden, die sie sich auf die Köpfe stecken. Das
sieht zwar sehr farbenfroh aus, macht aber doch einen etwas befremdlichen
Eindruck und erinnert ein wenig an einen Kirmesschießstand.
Die Tanzdarbietung gab es auch schon vor zwei Jahren
und wir kamen uns beim letzten Mal dabei recht blöd vor, weil sich die vielen
Leute alleine für uns drei Piepels ins Zeug gelegt haben. Wahrscheinlich werden
wir auch wieder das stattliche Krokodil sehen, das jeden Abend pünktlich wie
die Maurer um 18 Uhr zum Dinner erscheint, welches es an Ort und Stelle
verzehrt, sich dann noch einige Minuten fotografieren lässt und mit einem
gewissen Ausdruck des Bedauerns die hinter dem Mäuerchen in Sicherheit
sitzenden Gäste beäugt, bevor es sich wieder trollt. Ich möchte an dieser Stelle
nicht verschweigen, dass man diesen Anfütterungen von Wildtieren nicht
vorbehaltlos gegenüberstehen sollte. Was soll bittschön auf Dauer aus einem
Leoparden werden, der jeden Abend faul und gemächlich im Schweinwerferlicht
erscheint und sich unter den Ohs und Ahs der Zuschauer den Bauch so
vollschlägt, dass er nachher Probleme hat, auf seinen Schlafbaum hinauf zu
kommen.
Auf der Fahrt nach Samburu und zurück überquert man
bei der Stadt Nanyuki den Äquator, was einem mit einem Dokument bescheinigt
wird. Für die, die es noch nicht kennen, führt jemand (in unserem Fall war es
ein distinguiert wirkender Kikuyu von ca. 1,90 mit Rohseidenhemd
Ledercowboyhut) mit Hilfe eines Strohhalms in einer Wasserschüssel mit Loch
unten drin den Effekt mit dem Wasserstrudel vor (nördlich rechts rum, südlich
links rum und genau auf dem Äquator gerade runter). Vor Zeiten stand genau an
dieser Stelle ein englisches Hotel und angeblich soll das Bier hier, genau auf
dem Äquator, am besten runtergelaufen sein. Na ja, die Briten!
Apropos Briten, da fällt mir eine Begebenheit bei
unserem letzten Aufenthalt in der Samburu Serena Lodge ein: Wir saßen mit
unserem Freund Michael zu dritt am Mäuerchen und warteten auf das Krokodil, vor
uns ein Tisch mit unseren Drinks und einer Schale Erdnüsse, die uns der
freundliche Kellner gebracht hatte. Da nahte von hinten ein Mann, der von Größe
und Beschaffenheit seines Safaribeinkleids her unschwer als Brite der unteren
Mittelklasse erkennbar war, langte über uns hinweg in unsere Erdnussschale,
grapschte sich alle Nüsse (nicht eine einzige ließ er über), warf sie sich in
den Mund und verzog sich ohne eine Miene zu verziehen, genüsslich kauend in
aller Ruhe. Mir blieb vor Überraschung die Spucke weg und ich brachte keinen
Ton heraus, was bei mir höchst selten vorkommt.
Auf der Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel, dem
Lake Nakuru, werden wir wahrscheinlich wieder an den Thomsonfällen Halt machen,
wo der Ewaso Ngiro spektakuläre 72 Meter in die Tiefe stürzt und die Ansässigen
sich alle Mühe geben, einem mit teilweise recht skurrilen Einfällen ein paar
Cent aus der Tasche zu ziehen.
Die Hauptattraktion des Lake Nakuru sind ohne
Zweifel die vielen Flamingos, die den See wie eine rosa Perlenkette umrahmen und als die größte
Tieransammlung unserer Erde gelten. Sehr beeindruckend sind auch die
Begegnungen mit einigen der etwa fünfzig Nashörner, die zum Schutz gegen
Wilderer hierher verbracht wurden, wo sie gut bewacht werden können und von wo
sie wieder in anderen Gebieten angesiedelt werden, wenn sich dort die
Bedingungen entsprechend verbessert haben. Unsere Unterkunft für eine Nacht
wird die oberhalb des südlichen Ufers gelegene Lion Hill Lodge sein.
Die letzte Station der Safari ist die Masai Mara,
der kenianische Ausläufer der Serengeti und sowohl Ziel- als auch Ausgangspunkt
der gewaltigsten Wildtierwanderung der Erde, wenn jährlich Millionen Gnus und
Zebras im April/Mai die Serengeti verlassen, etwa im Juni hier eintreffen und
im Oktober wieder zurückkehren.
Abgesehen vom Auftreten der großen Zebra- und
Gnuherden hat man in der Masai Mara beste Chancen, Löwen, Geparden und
Leoparden zu beobachten. Der Mara River, an dem sich bei der Ankunft der großen
Herden wahre Dramen abspielen können, wenn tausende von Gnus wie türkische
Familienmütter am ersten Morgen des Schlussverkaufs hinüberdrängen, wimmelt von
Hippos und riesigen Krokodilen.
Diese sogenannten „Crossings“ sind für die meisten
Besuche eine der Hauptattraktionen, obwohl es bei weitem nicht so blutig zugeht
wie es gerne in Animal Planet gezeigt wird. Nachdem die Krokodile sich nach der
Ankunft der großen Herden dick und satt gefressen haben, kommt es oft genug
vor, dass bei einem Crossing von mehreren tausend Gnus kein einziges Tier zu
schaden kommt. Wählen die Tiere allerdings einen der problematischen Übergänge,
kann es leicht zu Massenverletzungen kommen.
Im Gegensatz zur Serengeti kommen hier auch
Elefanten vor, die allerdings wesentlich aggressiver sein können als ihre
friedlichen Verwandten im Amboseli. Irgendwo habe ich gelesen, dass die
Elefanten in der Serengeti fehlen, weil da nicht das für Elefanten geeignete
Gras wächst.
Sonderprogrammpunkt ist hier das Buschfrühstück weit
draußen unmittelbar am Ufer des Mara, das genau so reichhaltig und üppig ist
wie das Frühstück in der Lodge mit gedeckten Tischen, Ham and Eggs und was
sonst noch alles dazu gehört. Zur Begrüßung wird ein Glas Champagner (hört sich
besser an als Sekt) gereicht. Die echte Attraktion aber ist das etwas abseits
im Busch gelegene, bewachte Klozelt mit Porzellanschüssel und Spülung.
Zwei Meter unterhalb der Böschung tummeln sich die
schnaufenden und prustenden Hippos und am Ufer lauern geduldig einige Krokos
von teilweise gewaltigem Ausmaß. Es könnte ja mal einer der Frühstücksgäste
runterfallen. und bereit sein ist alles!
Mit dem Besuch der Masai Mara, deren Tierreichtum
mit dem der Serengeti, mit der sie, wie schon ausgeführt, ein einziges großes
Ökosystem bildet, vergleichbar ist, verbindet sich allerdings auch die längste
und strapaziöseste Teilstrecke der Safari. Es ist die Anfahrt von Nakuru und
die Rückfahrt nach Nairobi. Insbesondere die unsagbar schlechte Strecke in der
Gegend der Provinzstadt Narok, südwestlich von Nairobi geht einem gewaltig
sowohl auf den Geist als auch aufs Kreuz. Ich habe wirklich noch nie eine so
schlechte Straße gesehen, wo die Autos, anstatt sich von einem tiefen
Schlagloch ins nächste noch tiefere zu quälen, lieber gleich auf den unbefestigten Randstreifen bleiben, wo
sie dann Gefahr laufen, umzustürzen oder im Dreck stecken zu bleiben.
Tatsächlich hatte ich vor zwei Jahren hier einige Male fast einen Herzstecker
als Lazarus, ein zwar sehr guter, aber gelinde gesagt, unbekümmerter Fahrer,
uns mehr als einmal in eine dermaßen kritische Schräglage manövrierte, dass
unser Auto schon fast am Umkippen war.
Die Safari, auf der wir insgesamt etwa 2500 km
zurücklegen werden, endet in Nairobi mit einem Mittagessen im berühmten
Carnivore, wo einem unter anderem Kamel-, Antilopen- und gar Krokodilfleisch vorgesetzt
wird (iiih! Aber ich weiß schon jetzt, was irgendeiner aus der Reisegruppe zum
Geschmack von Krokodil sagen wird:
„Schmeckt wie Huhn“).
Danach bringt uns Air Kenya nach Mombasa, wo dann
unser Badeurlaub beginnt, der lediglich von einem Zweitageausflug in die Shimba
Hills, einem kleinen Reservat nordwestlich von Mombasa unterbrochen wird. Die
Shimba Hills wurden in den frühen Sechzigern als Schutzgebiet für die letzten
kenianischen Rappenantilopen eingerichtet und liegen in einem bergigen Landstrich
von paradiesischer Schönheit mit sich abwechselnden parkartigen offenen
Flächen, lichten Hainen und dichtem Wald, aus dem einige riesige Mahagonibäume
herausragen.
Dieser Waldstreifen soll sich, wie man uns gesagt
hat, in vergangenen Zeiten einmal von der Ostküste bis hinüber nach Uganda
erstreckt haben. Kürzlich machte das Schutzgebiet in der hiesigen Presse durch
ein großes Umsiedlungsprojekt von sich reden. Jetzt im Oktober sollen etwa
vierhundert Elefanten in Shimba Hills eingefangen und in den Tsavo Nationalpark
umgesiedelt werden, da sie hier inzwischen so zahlreich sind, dass sie zu einem
sehr ernsten Problemen für die umliegenden Digosiedlungen geworden sind. Es
soll sogar schon zu tödlichen Unfällen gekommen sein. Vielleicht bekommen wir sogar
noch etwas von dieser Aktion mit. Es könnte aber auch sein, dass der Park für
diese Zeit gesperrt wird und gar nicht besucht werden kann.
Malindi, ein lohnendes Ausflugziel an der Nordküste
ist gar nicht so weit entfernt, sicherlich werden wir auch sonst noch den einen
oder andere Ausflug unternehmen und nicht nur den ganzen Tag am Strand liegen.
Das aber werden wir ad hoc vor Ort entscheiden. Gerade kribbelt es wieder mächtig! Ach, wie schön, dass
es bald losgeht!