Gelbfieber in Kenia

Aktuelle Situation
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6. Mai 2011: In Kenia ist das Gelbfieber ausgebrochen. Safari-Urlauber sollten sich dringend impfen lassen, empfiehlt das Centrum für Reisemedizin.

Die Behörden in Kenia haben mittlerweile neun von 16 Verdachtsfällen auf Gelbfieber bestätigt. In der vergangenen Woche sei im Distrikt Baringo im Westen Kenias ein 50-jähriger Mann an Gelbfieber, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM). Er sei in der Region bereits das sechste Todesopfer in diesem Jahr.

Das CRM empfiehlt Kenia-Reisenden, sich gegen Gelbfieber impfen zu lassen und Impfnachweise mitzunehmen. Die Impfung ist derzeit nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen.

Die Impfung dürfen ausschließlich autorisierte Gelbfieberimpfstellen durchführen. Außerdem ist sie offiziell erst nach zehn Tagen wirksam. "Zudem muss zu bestimmten anderen Impfungen ein Zeitabstand eingehalten werden. Reisende sollten sich mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt um die nötigen Impfungen kümmern", empfiehlt CRM-Reisemediziner Dr. Tomas Jelinek.

Gelbfieber ist eine schwere Infektionskrankheit. Das Virus wird von Stechmücken übertragen, so das CRM. Die Infektion beginnt mit hohem Fieber, Übelkeit und Schmerzen. In vielen Fällen heilt die Krankheit danach aus. Bei einigen Patienten entwickeln sich jedoch Leberschäden bis hin zur Gelbsucht und es kommt zu Blutungen, gefolgt von Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen. Dieser schwere Verlauf führt häufig zum Tode.

 

 

Das Gelbfieber wird durch Viren (sog. Flavivirus febricis) verursacht. Die Übertragung der Gelbfieberviren erfolgt durch Stechmücken Zu Beginn der Erkrankung treten grippeähnliche Beschwerden auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu Fieber, inneren Blutungen, Gelbsucht und Nierenschäden. Die häufig tödlich verlaufende Virusinfektion tritt in Afrika südlich der Sahara sowie Mittel- und Südamerika auf. Folgende Länder gelten als Länder mit Gelbfieber-Risikogebieten:

Afrika:
Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sao Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik

Mittel- und Südamerika:  Bolivien, Brailien, Ecuador, Französisch Guayana, Guayana, Kolumbien, Panama, Peru, Surinam, Venezuela, Trinidad & Tobago

 

Gelbfieber-Schutzimpfung:
Die Impfung wird in vielen Ländern nach Aufenthalt in einem Gelbfiebergebiet bzw. bei Einreise in ein Land mit Gelbfiebergebieten vorgeschrieben. Ein gültiger Impfnachweis beginnt 10 Tage nach der Impfung und endet nach 10 Jahren. Abgesehen von der Impfpflicht ist in Gelbfiebergebieten die Vorbeugung vor der Erkrankung durch den wirksamen Impfschutz sinnvoll und grundsätzlich empfohlen. Ein guter Mückenschutz sollte stets durchgeführt werden.

Wann wird geimpft? Bei Reisen in ein Gelbfieber-Infektionsgebiet im tropischen Afrika oder in Südamerika.

Bei Vorschrift als Einreisevoraussetzung, insbesondere bei Einreise aus einem Gelbfieber - Infektionsgebiet.

Warum wird die Gelbfieber - Impfung empfohlen? Da Gelbfieber-Erkrankungen plötzlich und nicht vorhersehbar in den Infektionsgebieten auftreten können, wird die Impfung aus medizinischen Gründen bei allen Aufenthalten in Gelbfiebergebieten empfohlen. D.h. also nicht nur bei Aufenthalten in Ländern, in denen eine Gelbfieber-Impfung als Voraussetzung zur Einreise vorgeschrieben ist, sondern generell in allen Ländern, in denen ein Gelbfieber-Infektionsrisiko besteht. Daher ist auch bei beruflich bedingten Langzeitaufenthalten in nahe den Gelbfiebergebieten liegenden Regionen die Impfung ebenfalls empfohlen.

Wo wird geimpft? Bei autorisierten Gelbfieber-Impfstellen mit vorgeschriebener Dokumentation im Internationalen Impfausweis. Die amtliche Gültigkeit beginnt 10 Tage nach der Impfung und endet nach 10 Jahren.

Zeitpunkt: mindestens 10 Tage vor Einreise

Lebendimpfung: Einmalige Impfung

Impfschutz: 10 Jahre

Nebenwirkungen: Nach der Impfung können innerhalb der ersten 48 Std. Allgemeinreaktionen des Körpers und/oder auch Haut- und/oder Gewebereaktionen um die Einstichstelle herum auftreten. In der Regel klingen Sie nach 1-2 Tagen wieder ab.

Wann darf nicht geimpft werden?
       -  Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen     
          Impfbestandteile, v.a. Hühnereiweißallergie;

       -  Kinder unter 6 Monaten.

       -  in der Schwangerschaft und Stillzeit darf die Impfung nur in Ausnahmefällen unter bestimmten
           Voraussetzungen erfolgen

Was passiert, wenn nicht geimpft werden kann? Impfbefreiung: Wenn aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht durchgeführt werden kann, kann eine Impfbefreiung im internationalen Impfausweis von der Gelbfieberimpfstelle ausgestellt werden. Die Länder mit Impfpflicht sind zur Anerkennung dieses Zeugnisses nicht verpflichtet. Im Extremfall kann bei Einreise Nachimpfung, Quarantäne oder Zurückweisung erfolgen.

Die persönliche Verträglichkeit der Impfung sollte auf jeden Fall mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.

 

Mückenschutz:
Jede Schutzmaßnahme steigert die Schutzwirkung !

Die Vorbeugung vor Mückenstichen mindert nicht nur das Malariarisiko um den Faktor 10-20, sondern dient auch der Vorbeugung anderer, durch Insekten übertragener Erkrankungen !

Hilfreiche Tipps für einen guten Mückenschutz:

·       Körperbedeckende Kleidung tragen
z.B. langärmeliges Oberteil, lange Hosen, die Fußknöchel bedeckende Socken

·       Insektenabweisende Mittel als Creme, Lotion, Spray, o.ä. auf unbedeckte Hautstellen auftragen
Die Wirkdauer richtet sich nach der Zusammensetzung des Mediums: so sind zum Beispiel Cremes von einer länger andauernden Wirkung als Sprays. Gebräuchliche Wirkstoffe: Ätherische Öle, N,N-Diethyl-m-Toluamid (DEET) oder Dimethylophthalat

·       Insektenabtötende und -abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich verwenden

·       In der Dämmerung und während der Nacht in mückengeschützten Räumen aufhalten
z.B. Räume mit Klimaanlage oder Fliegengitter vor Fenster und Türen

·       Den Schlafplatz mit Moskitonetz verhängen, falls der Raum nicht moskitofrei sein kann
z.B. Hütten, Zelte, etc.

·       Für Überland-Touren gilt: Schlaf- und Ruheplatz abseits von stehenden Gewässern, Gräben und Wassertonnen wählen

·       Während der Regenzeit Reisen in Hochrisikogebiete meiden

In Anbetracht dieser nahezu risikofreien Mückenschutzmaßnahmen sollten diese Vorkehrungen von jedem Reisenden in ein Malariarisikogebiet sorgfältig durchgeführt werden.

Die obigen Ausführungen entstammen  den Websites gloobi.de sowie fit-for-travel.de